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Zu 100 Einsätzen alarmiertFreiwillige Feuerwehr Borken erlebte turbulentes Jahr Borken. 355 Mitglieder zählte Ende 2009 die Freiwillige Feuerwehr Borken. Davon engagieren sich 11 Frauen und 44 Männer in der Einsatzabteilung. 19 Jungen und Mädchen gehören der Jugendfeuerwehr an, 40 Kinder treffen sich regelmäßig in der Minifeuerwehr und 11 Kameraden bilden die Alters- und Ehrenabteilung. Ein Stück Statistik, die Wehrführer Axel Beier in seinem Jahresbericht zur Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag bekannt gab. 9.509 Stunden ehrenamtliche Arbeit leistete 2009 die Einsatzabteilung. Im Durchschnitt 173 Stunden pro aktivem Mitglied. Davon entfielen u.a. 3.584 Stunden auf die praktische und theoretische Ausbildung, 1.223 Stunden auf technische Dienste und 1.240 Stunden auf Lehrgänge. 32 Lehrgangsplätze wurden zur qualifizierten Aus- und Weiterbildung erfolgreich belegt. Ganz wichtig für die tägliche Einsatzbereitschaft ist z.B. auch die Zahl der Führerscheininhaber der Klasse C. 33 Frauen und Männer dürfen mittlerweile Fahrzeuge von mehr als 7,5 Tonnen fahren, dazu sind weitere 16 Personen im Besitz der Führerscheinklasse C1. Und bis auf einen haben alle Atemschutzgeräteträger der Wehr ihre jährliche Fortbildungsveranstaltung, ihre Wiederholungsprüfung und den Gesundheitstest erfolgreich absolviert. Ob Tag oder NachtZu genau 100 Einsätzen, ein Rekord in der Geschichte der Wehr, wurde die Feuerwehr in 2009 alarmiert. Davon entfielen 25 auf Brandeinsätze, 43 auf Hilfeleistungen, 13 auf Dienstleistungen und leider 19 auf Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen. 1.731 Stunden waren nötig, um die Aufträge am Tag oder mitten in der Nacht abzuarbeiten. Neben Einsätzen und einem regelmäßigen Übungsabend standen vielfältige Veranstaltungen, Einsatzübungen, Arbeitseinsätze und die Teilnahme am kulturellen Leben der Stadt im Jahresplaner – von der Eisrettung im Januar über Winterwanderung, überörtliche Ausbildung, Besichtigungen, Radtouren, Pokalwettkämpfe, Familienwandertag, Stadtzeltlager, Umbauarbeiten im Feuerwehrhaus, Unterstützung der Kinderferienspiele, Amtshilfe für die Polizei bis hin zur Jahresabschlussfahrt und zur Kindernikolausfeier. Wehrführer Axel Beier dankte zum Abschluss nicht nur den städtischen Gremien und den Mitgliedern im Vorstand der Wehr für die gute, fruchtbare Zusammenarbeit, sondern vor allem den Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung und deren Familien, die sich rund um die Uhr für die Belange der Wehr und damit für die Allgemeinheit engagieren. „Ganz wichtig ist und war es, dass alle Frauen und Männer gesund und munter von ihren Einsätzen nach Hause gekommen sind“, betonte Wehrführer Axel Beier ausdrücklich. Problem FreistellungZu einer modernen schlagkräftigen Feuerwehr gehören ein hoher Standart an technischer Ausrüstung und gut ausgebildete Feuerwehrangehörige. Damit das so bleibt, ist fundierte Ausbildung für die Einsatzkräfte unumgänglich. Und da stellt sich zunehmend ein Problem, so Wehrführer Axel Beier. Eine Vielzahl an Betrieben dreht beim Thema Freistellung von Arbeitskräften für Ausbildung oder gar Einsätze den Hahn zu und sagt Nein!“ Viel IdealismusVon beeindruckenden Jahresberichten als Beweis für hervorragende, beispielhafte Arbeit sprach Bürgermeister Bernd Heßler. Der gezeigte Idealismus sei in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich. „Hier wird ein Vereinsleben geführt, das mustergültig ist.“ Das Gewinnen junger Leute für den Nachwuchs, die Stärkung des Ehrenamtes und die Entwicklung des kommunalen Finanzwesens, so Bürgermeister Bernd Heßler, seien die Herausforderungen der Zukunft. Bund und Länder seien dabei die Kommunen zu ruinieren. „Und trotzdem ist es erklärtes Ziel der in Borken politisch Verantwortlichen, die Feuerwehren, Vereine und Verbände gut aufzustellen!“ 20. März 2010 Als eine optimale Zweck- und Hilfsgemeinschaft wurde die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und dem städtischen Bauhof bezeichnet. Trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen konnten viele Investitionen umgesetzt werden. Dazu zählte nicht nur die Erneuerung der Heizungsanlage im Gerätehaus sowie die Erweiterung der Atemschutzwerkstatt und die Neugestaltung der Damenumkleide. Am 20. März soll ein neues Hilfeleistungstanklöschfahrzeug (HTLF) im Wert von 320.000 Euro und ein neuer Einsatzleitwagen (ELW 1) im Wert von 70.000 Euro den Brandschutz in der Großgemeinde verbessern. Und dabei verwies Bürgermeister Bernd Heßler auch auf die Investitionen im Feuerwehrbereich für die Stadtteile Kerstenhausen, Kleinenglis, Singlis, Lendorf und Trockenerfurth. „Es wird kein Stadtteil vergessen und trotzdem müssen Schwerpunkte gesetzt werden“. Zum Abschluss bedankte er sich für die Bereitstellung von finanziellen Mitteln aus der Vereinskasse zur Anschaffung von Feuerwehrbekleidung und Feuerwehrausrüstung. Der MenschNach den Grußworten der Gäste, betonte Stadtbrandinspektor Bernhard Stirn, dass der Mensch das wichtigste bei allen Aufgaben sei und es deshalb gelte, die Freundschaft und Kameradschaft untereinander weiter zu fördern und zu pflegen. Mit einem Ausblick auf das neue Jahr schloss Wehrführer Axel Beier die Versammlung. Weitere Informationen: www.feuerwehr-borken-hessen.de . BU: Ein besonderes Lob sprach Bürgermeister Bernd Heßler der Jugendarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr Borken aus. „Hier wird eine Arbeit geleistet, wie sie nicht engagierter, schöner und besser sein kann!“ BU: Wehrführer Axel Beier bedankte sich in seinem Jahrebericht ausdrücklich bei allen Spendern und Gönnern der Wehr für ihre Zuwendungen und Unterstützung im abgelaufenen Jahr. BU: Ein Stück Erinnerung. Vorn die verdient Beförderten und Geehrten der Freiwilligen Feuerwehr Borken, dahinter das mittlerweile 35 Jahre alte Tanklöschfahrzeug der Wehr (auch Schlachtschiff genannt), das in diesen Tagen durch ein neues Hilfeleistungstanklöschfahrzeug ersetzt wird.
Powered by MightyAdsense Dieser Beitrag wurde am Freitag, 12. Februar 2010 um 13:14 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Regionalnachrichten abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.
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